Ausstellungen 2010

  • 14. Nov. - 19. Dez. 2010

    Am Sonntag, 14. 11. wurde im Möbelmuseum Steinheim die zweite Ikonenausstellung des ehemaligen Steinheimer Chirurgen Dr. Christian Kahl eröffnet. Seit seiner ersten Ausstellung sind fünf Jahre vergangen und sein Werk umfasst inzwischen die große Zahl von 165 Ikonen nach griechisch- und russisch-orthodoxen Vorbildern. Ikone - Pantokrator Christian Kahl suchte nach seinem Eintritt in den Ruhestand eine neue sinnvolle handwerkliche Tätigkeit - "Chirurg heißt Handwerker" - und fand sie in der Ikonenmalerei. Nach vielen Besuchen in Athen, auf dem Berg Athos, auf Kreta, Zypern und der Halbinsel Sinai, in Minsk und Moskau, wo er "außerordentlich beeindruckt" war von den vielen Glaubenszeugnissen in den Ikonen, reifte in ihm der Wunsch, "selber so etwas anzufertigen". Dr. Kahl Er befasste sich eingehend mit der anderthalbtausendjährigen Geschichte der Ikonen-Malerei und -Verehrung. In einem Ikonenmalkurs lernte er die vielstufige Entstehung einer Ikone, kennen, die auch heute noch der jahrhundertealten Tradition folgt. Dr. Kahl wird bei der Eröffnung diesen Vorgang erläutern. In der Ausstellung wurden Beispiele aus allen Motivgruppen der Ikonenmalerei zu sehen. Die bedeutendsten Themen dieser christlichen Bildkunst waren die Darstellung Christi als Pantokrator-Allherrscher und der Gottesmutter. Daneben wurden aber auch vielfältige Heiligen- und Engeldarstellungen gezeigt. Die Festtagsikonen stellen detailliert Ereignisse aus der Heiligen Schrift dar, die Geburt Jesu in Bethlehem, die Taufe im Jordan, das Abendmahl. Ikone - Abendmahl Eine in sich geschlossene Bildergruppe umfasste die 14 Stationen des Kreuzweges Jesu, die Christian Kahl in den letzten Jahren geschaffen hatte. Die sehenswerte Ausstellung wurde eröffnet am 14. November um 15 Uhr und konnte bis zum 19. Dezember 2010 mittwochs und sonntags von 14 bis 17 Uhr besucht werden. Der Eintritt war frei.

  • 05. Sept. - 18. Okt. 2010

    Das Möbelmuseum Steinheim zeigte vom 5. September - 18. Oktober 2010 die Gemäldeausstellung der einheimischen Künstlerin Adelheid Gütschleg-Potthast. Steinlandschaft Die Farbgebung ihrer Aquarell- Öl- und Acrylbilder ist sehr kontrastreich - von eher zurückhaltenden hellen Gelb- und Brauntönen bis zu stark leuchtenden kräftigen Rottönen. Giraffe Kontrastreich sind auch ihre Bildmotive: Tiere und Pflanzen, Landschaften und Kulturdenkmäler, Stillleben. Mohn Damit kommt zum Ausdruck, dass die Künstlerin eigentlich "alles mag, was schön ist", so ihre Lebensgrundeinstellung. Die Ausstellung konnte besichtigt werden mittwochs und sonntags von 14 bis 17 Uhr.

  • 30. Mai - 25. Juli 2010

    Vom 30. Mai bis zum 25. Juli 2010 zeigte das Möbelmuseum eine Jubiläumsausstellung des Steinheimer Schützenvereins.Schuetze Der heutige Bürgerschützenverein e.V. Steinheim entstand im Jahre 1890 aus drei Schützengesellschaften, die zu der Zeit in Steinheim existierten. Die Alten Schützen, die Jungen Schützen und die Königsschützen schlossen sich zu einem Verein zusammen. Noch heute gliedert sich der Verein in drei Kompanien, die historisch nach den Stadtgebieten ausgerichtet sind. Dem Verein gehören zurzeit über 850 Schützenbrüder an. Gruppenbild Schon seit mindestens 1583 gibt es in Steinheim eine Schützengilde. Dies ist durch historische Aufzeichnungen eindeutig nachgewiesen. Das Schützenwesen in Steinheim blickt damit auf eine über 425-jährige Tradition zurück. Fahne Die Ausstellung zeigte die umfangreiche Dokumentation der drei Archivare Helmut Pelle, Udo Klaholz und Theodor Eikelmeier. Die handgeschriebene Vereinschronik, die Insignien der Könige und Königinnen, Schatztruhen, Orden Silberpokale und viele historische Bilder, z. B. vom ersten Schützenkönig Carl Döhre, gehörten zu den besonders bemerkenswerten Ausstellungsstücken. Die Ausstellung wurde eröffnet am Sonntag, 30. Mai, 15 Uhr und war kostenlos zu sehen sonntags und mittwochs von 14 bis 17 Uhr.

  • 18. April 2010 - 23. Mai 2010

  • In Zusammenarbeit mit der heimischen Volkshochschule dokumentierte eine bunte und lebendige Fotoausstellung im Möbelmuseum Steinheim die seit 2001 bestehende Freundschaft zwischen Hagedorn und der finnischen Partnergemeinde Kirkonkylä.
    Die Ausstellung wurde am Sonntag, 18. April 2010 um 15 eröffnet und konnte bis zum 23. Mai 2010 besucht werden.
    Dazu schreibt Reinhard Otte:
    "Es war der 7. September 2000 als in der Neuen Westfälischen stand:
    Hagedorn bekommt einen finnischen Zwilling!!!"
    Wir reisten gerade ins bayrische St. Englmar zu unserer Jahrestour und hatten aus der Zeitung die Information das es ein Dorf in Finnland ist mit dem wir zusammen im Leader II Projekt kooperieren werden. Finnland, wohl gehört aber noch nie gesehen. Das sollte sich bald ändern. Denn auf dieser Fahrt in den Süden Deutschlands wurde bereits beschlossen, dass es im kommenden Jahr eine Finnlandreise geben wird.
    Finnlandlandschaft So entstanden im Frühjahr 2001 die ersten Kontakte überhaupt und wir wurden ebenso erstmalig mit einer Sprache konfrontiert die in keiner Weise den Ansatz hatte, dass man heraushörte, was geredet wird. Vieles aus Stadt und Kreis wurde gezeigt, besichtigt und übersetzt. Die finnische Gruppe und wir alle hatten das Glück, dass der Bürgermeister Pasi Valivara aus Pyhäjärvi sehr gut Deutsch spricht. Finnlandtreffen im Zeltlager Ein gemütlicher Abend im Klosterkrug bescherte uns auch ein wunderschönes Gastgeschenk. Die Ortsvorsteherin von Kirkonkylä Laimi Shemeikka überreichte uns ein Bild des Malers Matti Korhonen mit der Kirche aus Kirkonkylä. Das Bild, eine besondere Herstellung, hat im Außenbereich verbrannte Nägel aus dem Großbrand der Kirche Anfang der fünfziger Jahre. Mit ihren Worten drückte sie den Wunsch aus, "möge diese unsere Freundschaft so lange halten wie die Nägel noch halten". Jetzt sind wir bereits 10 Jahre freundschaftlich verbunden und es folgen bestimmt noch viele weitere Jahre.

  • 7. März bis zum 10. April 2010

  • Unter diesem Titel zeigte das Möbelmuseum Steinheim vom 7. März bis zum 10. April 2010 einen Querschnitt der Schuhsammlung der Familie Wiechers. Über die Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts sammelte die Schuhmacherfamilie Wiechers interessante Exemplare der Fußbekleidung. Die Ausstellung machte deutlich, dass die Schuhmode in allen Jahrzehnten eingebettet war in die vorherrschende Bekleidungsmode und das Kulturverständnis der Zeit. Schuhe aus vergangenen Zeiten Claudia Vandieken über die Bedeutung der Schuhe: "Sie tragen uns durchs Leben, sie geben uns ein Gefühl von Geborgenheit, sie quälen uns, sie sind Spiegel unserer Persönlichkeit." Zur geschichtlichen Entwicklung im vergangenen Jahrhundert sagte die Fachfrau: "Bis Mitte des 20. Jahrhunderts war es üblich, dass Kinder und Arme barfuß gingen. Daher sind Schuhe mit Luxus und Prestige verknüpft, sie geben Auskunft über Rang und Zugehörigkeit zu bestimmten sozialen Gruppen. In der modernen Gesellschaft sind Schuhe Statussymbole, Kultobjekt, Glücksbringer oder Kunstwerk. Sie zeigen die sich wandelnden Werte ihrer Zeit." Schuhe aus alten Zeiten So wurde in der Ausstellung eine bunte Entwicklungslinie der Mode aufgezeigt. Sie umfasste beispielsweise Elemente wie die geknöpften oder geschnürten Stiefeletten der Zeit um 1910, den Charlestonschuh der Aufbruch- und Emanzipationszeit der goldenen Zwanziger. Es folgen die schwierigen dreißiger und vierziger Jahren mit Wirtschaftskrise, Nationalsozialismus und Krieg, wo wegen Materialengpässen Ersatzstoffe wie z. B. Holz verwendet wurden und dann unter Ludwig Erhard der "Jedermann-Schuh" entstand. Die Ballerinas und Pumps der Teenager und die spitz zulaufenden Herrenschuhe sind typisch für die euphorischen fünfziger und sechziger Jahre, die Plateauschuhe für die Siebziger, die Turnschuhmode für die Achtziger. Die Alles-ist-erlaubt-Mode prägt die neunziger Jahre und die sehr markenorientierten Trends sind typisch für die Jahrtausendwende.
    Die sehenswerte Ausstellung wurde am Sonntag, 7. März, 15 Uhr eröffnet und war jeweils zu sehen am mittwochs und sonntags von 14 bis 17 Uhr.
    Der Eintritt war frei.

  • 13. Januar bis 14. Februar 2010

  • Unter diesem Motto stand die diesjährige Ausstellung der Steinheimer Karnevalsgesellschaft im Möbelmuseum: Der Steinheimer Karneval, insbesondere auch der Rosenmontagszug sowie der Kinderumzug sind ohne die Mitwirkung der Musikkapellen gar nicht vorstellbar. Dies offenbarte sich in den ausgezeichneten Beziehungen und der guten Zusammenarbeit, die die Steinheimer Karnevalsgesellschaft mit den Kapellen pflegt. Andererseits zeigt es sich aber auch an der Treue der zahlreichen Kapellen zum Steinheimer Karneval;Kapellen spielen allein im Rosenmontagszug 2011 hatten 14 Kapellen in Steinheim für die hervorragende musikalische Begleitung gesorgt. Bei dem emsigen Stöbern in der Vergangenheit des heimischen Karnevals hatte das Archivteam um Hermann Brak mit Lothar Runte, Franz-Gerd Brökel, Nicolas Sievers und Thomas Brak zutage gefördert, dass bereits in den ersten Anfängen, zu Zeiten des "Straßenkarnevals" um 1911 herum, 4 Kapellen beteiligt waren. historische Kapelle Das erste Foto zum Auftritt einer Kapelle, das das Archivteam Team "ausgrub", zeigt die "Kapelle Jürgens" im Karneval des Jahres 1913. Auch Fotos von Musikkapellen vor und direkt nach dem Krieg wurden zusammengetragen und waren in der diesjährigen Ausstellung zu sehen. Darüber hinaus präsentierte die Ausstellung insgesamt 19 Kapellen, die regelmäßig im und um den Steinheimer Karneval herum engagiert waren und sind, durch Fotos und jede Menge weitere Unterlagen, Kostüme, Musikinstrumente und vieles mehr. Eine Sammlung im vorliegenden Umfang hat es in dieser Region bisher wohl noch nicht gegeben. Das Archivteam war sich sicher, dass sogar Material in der Ausstellung gezeigt wurde, das einzelne Kapellen-Mitglieder bisher selbst noch nicht in dieser Form gesehen hatten. Daher wünschten die Organisatoren allen Karnevalsfreunden und Interessierten viel Freude beim Besuch der Ausstellung im Möbelmuseum, die bis zum 14. Februar sonntags und mittwochs von 14 bis 17 Uhr zu sehen war.